In letzter Zeit ist es auf meinem Blog ja noch ruhiger geworden. Das hat auch einen Grund, mein Lebenspartner hat ein neues Projekt. So richtig mit spanischer Firma, Mitarbeitern und alles was dazu gehört. Und da wir uns als Team verstehen, helfe ich ihm natürlich wo es geht. Z.B. bei Buchhaltung, Programmierung, ein biskin Seo und solche Sachen. Oder bei den am Anfang doch recht häufigen Diskussionen mit den Mitarbeitern (das haben wir inzwischen aber abgestellt, ich kann jeden nur raten, der in Spanien eine Firma gründet zumindest soviel spanisch zu können, dass man Verträge und Gesetzestexte von der inhaltlichen Ausrichtung beim lesen ohne Fremdhilfe versteht. Das lohnt sich.).

Recht regelmäßig schlage ich daher auch in seinen Geschäftsräumen auf, ich hab da sogar ein eigenes Büro (komischerweise habe ich den kleinsten Schreibtisch von allen :-), Programmierer haben es manchmal echt hart im Leben.)

Eigentlich teilweise recht nervig – und vor allem anstrengend. Wenn man seit Jahren eigentlich nur von zu Hause arbeitet und das alles perfekt organisiert hat mit Kühlschrank, Hunde betreuen und ein wenig Haushalt, ist das eine ziemliche Umstellung, plötzlich regelmäßig für mehrere Stunden aus dem Haus zu gehen und dann noch soviel mit eigentlich erst mal fremden Menschen zu reden und das auch noch über Arbeit. Oder plötzlich klare Anweisungen formulieren zu müssen, da der Mitarbeiter sein Gehalt ja auch bekommt, wenn man etwas völlig falsch erklärt und er es daher deswegen falsch macht etc.
Und nebenher müssen ja auch noch die wichtigsten Webprojekte weiter betreut werden.

Teilweise habe ich mich über diese zusätzliche zeitliche Belastung und diese plötzliche Gebundenheit auch etwas geärgert, teilweise war ich echt schlecht gelaunt. Jetzt habe ich beschlossen, dass schöne Mantra Liebe es, ändere es oder schaff es ab zum Einsatz kommen zu lassen und das beste aus der Situation zu machen. Abschaffen will ich es nicht. Also ändere ich es ein wenig ab, so dass auch ein langfristiger Nutzen zusätzlich entsteht – auch für meine eigenen Projekte. Und vielleicht liebe ich es ja dann doch irgendwann?

Die neue Firma hat ja auch die eine oder andere Internetseite. Also kann sie auch gleich noch die eine oder andere Internetseite dazu haben. Alles schöne Seiten mit Mehrwert, ordentlichem Impressum etc. Und alle komplett nur von dort mit einer anderen IP etc. betreut. Solange ich also meine Projekte schön nur zu Hause abfrage und in der Firma nur die dortigen Projekte, habe ich also zwei komplett getrennte Seitennetze. Besser geht es ja eigentlich nicht. Ich will jetzt kein Linknetzwerk starten (das wäre mit nur zwei Stationen auch etwas albern), aber so eine zusätzliche Einnahmequelle, die isoliert von den anderen steht, hat ja auch was für sich. Und das ich dann ab und an wenn es passt, erst mal auf eine eigene Seite und nicht auf eine Konkurrenzseite linke, ist ja auch nicht verwerflich. Vielleicht werde ich es doch noch lieben? Und spätestens wenn ich mich soweit dran gewöhnt habe, dass ich nach der Arbeit im Büro noch gerade aus denken kann, wird es auch mehr Beiträge hier geben 🙂 Da bin ich eigentlich sehr optimistisch.