Artikelportale Linkaufbau mit kostenpflichtigen Diensten

Schon etwas länger habe ich mit kostenpflichtigen Artikelportalen zum Linkaufbau geliebäugelt. Als Eisy dann einen Artikel zum Thema veröffentlicht hat, war das sozusagen der Anstoß, mich endlich mal um dieses Thema zu kümmern. Hier meine Erkenntnisse dazu 🙂

So, aus aktuellem Anlass kommerzielle Artikelverzeichnisse bei Google abgestraft hier ein Hinweis: Das Lesen dieses Artikels lohnt inzwischen wohl nur noch aus historischer Sicht 🙂 Zumindest die Teile, die sich um die kommerziellen Artikelportale drehen.

Links aus Artikelverzeichnissen

Die kostenlosen Artikelverzeichnisse sind mir alle immer etwas suspekt: Da schreibt man mühsam einen Artikel, reicht ihn ein und muss dann ständig nachschauen ob er nun online gegangen ist oder man den Artikel wo anders verwenden kann. Hat man dann nach zwei, drei Wochen warten das Artikelverzeichnis abgehakt und den Artikel tatsächlich woanders verwendet, dann kann man sicher sein, dass der Artikel doch veröffentlicht wurde und man prompt Ärger mit dem anderen Verzeichnis bekommt, weil man nun einen doppelt verwendet hat.
Eine mühsame Art der Linkbeschaffung. Sehr zeitaufwändig und vor allem sehr ungewiss. Nichts für eine eher faule Socke wie mich 🙂 Nicht missverstehen: Ich hab nichts dagegen, mich mal einen kompletten Nachmittag hinzusetzen und Artikelverzeichnisse zu beglücken. Wenn dann aber nur 10 von 20 Artikeln online gehen, dann frustriert das und macht keinen Spaß.

Vorteil kostenpflichtige Artikelverzeichnisse

Die kostenpflichtigen Artikelverzeichnisse sind da natürlich planungssicherer: Man kauft sich einen Zugang für X Verzeichnisse und kann den Artikel dann wahlweise sofort oder mit einem exakten Datum veröffentlichen. Man schreibt vor allem keine Artikel mehr für den Papierkorb.

Über den Sinn und die Wertigkeit solcher Links hat sich Eisy ausgelassen: Blog und Artikelportale was nutzt es mir
Da hat sich auch eine sehr spannende Diskussion entwickelt, bei der auch die beiden Anbieter mitgemischt haben und einige Fragen geklärt haben.

Zwei Artikelportal-Anbieter im Vergleich

Also habe ich mir mal zwei Anbieter angeschaut. Zum einen 100-artikelportale.de, hier hat man die Wahl zwischen zwei Chargen mit unterschiedlichen Domains und kann sich die Liste auch vor ab anschauen, bevor man 49 Euro (plus Mehrwertsteuer) investiert. Und zum anderen noch artikelportale.de, hier ist man etwas flexibler und kann auch mit zehn Artikelverzeichnissen für 19 Euro pro Monat einsteigen.

Bei beiden Angeboten kann man so viele Artikel für unterschiedliche Projekte veröffentlichen wie man möchte. Bei beiden Artikelverzeichnissen bleiben die Artikel und Links auch über den Vertragszeitraum bestehen. Man kann also durchaus einen Monat richtig reinknallen und dann pausieren. Doppelten Content darf man natürlich nicht veröffentlichen. Und man selbst hat es ja in der Hand, wie der eigene Artikel aussieht.

Vorteile bei beiden

  • Ein Benutzername, ein Passwort für alle Artikelverzeichnisse. Allerdings muss man jeden Blog abklappern zum veröffentlichen, eine zentrale Stelle, die die Arbeit entscheidend vereinfachen würde, gibt es nicht.
  • Zeitgesteuerte Veröffentlichung über den Bezahlzeitraum. Man kann sich also wirklich mal hinsetzen und 50 Texte spinnen oder schreiben und die dann an einem Wochenende online stellen.
    Zu jedem Artikel kann man eine Rubrik und fünf Tags angeben.
  • Beide bieten unterschiedliche Ips etc.

Beide Anbieter Contra

Man sollte sich klar sein, dass ALLE anderen Nutzer dieser beiden Artikelverzeichnisse sehen können, was man da treibt. Wenn man mehrere Projekte mit einem Zugang mit Artikeln beglücken möchte, bekommt die Konkurrenz natürlich mit welche anderen Projekte man da so hat. Eine absolute Nischenseite (also ich meine jetzt DIE Nische: Viel Geld, wenig Konkurrenz) sollte man über Artikelverzeichnisse aber eher nie mit Links versorgen (egal ob kostenpflichtige oder kostenlose). Sonst war es das eh bald mit der Nische.
Keine zentrale Verwaltung. Bei artikelportale.de gibt es zwar eine Seite, in der man dann eine Übersicht seiner gebuchten Verzeichnisse findet. Zum veröffentlichen muss man aber doch dann alle einzeln abklappern.
Alles WordPress, alles gleich. Das erleichtert zwar die Veröffentlichung, da die Kategorien immer die gleichen sind und man dann irgendwann weiß, welche die für einen relevanten sind und man nicht suchen muss. Aber die Seiten sind nun mal alle sehr gleich gestrickt. Auch bauen alle auf WordPress auf. Und sehen dementsprechend tot aus, da es so gut wie keine Kommentare gibt.

Und das ist mir zu den einzelnen Anbietern noch aufgefallen

Artikelportale.de

Benutzername und Paßwort kann man sich selbst aussuchen. Soweit ich gesehen habe dient der Benutzername aber nur der Veröffentlichung und wird im Außenbereich des Verzeichnisses gar nicht angezeigt.

100-artikelportale.de

Man kann sich den Benutzernamen nicht nur nicht aussuchen. Er wird bei allen eigenen Artikeln auch angezeigt. Wenn man also zu mehreren Projekten Artikel veröffentlichen will, wird auch außen aufmerksamen Beobachtern ersichtlich, welche Projekte zusammen gehören.
Bei meiner Charge sind sehr viele Verzeichnisse dabei bei denen schon aus dem Namen, spätestens aber aus dem Untertitel sehr deutlich wird, worum es geht: Seos mit Links beglücken. Das hätte man ruhig etwas unauffällig lösen können.
Zudem sind einige Designs echt billig gemacht. Vielleicht sollte man hier doch mal ein paar Euro in die Hand nehmen und das CSS renovieren.
Gut finde ich, dass bei allen gebuchten Blogs hier es ohne Probleme möglich ist ein oder mehrere Bilder mit in den Artikel zu setzen. Bei Artikelportale ist das wohl nur über das Artikelbild möglich (oder ich bin zu doof).

Anmerkung

Man könnte natürlich noch etwas zum sichtbaren PR oder zum Link- bzw. Domainpop der einzelnen Artikelverzeichnisse sagen. Aber ich hoffe, dass ich pro gebuchtes Paket auf einen Euro pro veröffentlichten Artikel komme (das ist bei mir eine Zeitfrage). Für einen Euro erwarte ich zum einen nicht viel (ich kann ja schlecht ein Artikelverzeichnis buchen und dann Backlinks wie bei der FAZ erwarten) und zum anderen ist zumindest artikelportale.de noch recht neu und noch beim Linkaufbau.

Artikelverzeichnisse zum Linkaufbau

Ob man überhaupt Artikelverzeichnisse zum Linkaufbau verwenden sollte, ist eine ganz andere Frage. Abgesehen von Google und einer möglichen Abstrafung, Inhalte auf dem eigenen Projekt zu veröffentlichen macht eben am meisten Sinn. Andererseits hat man ja manchmal so Phasen, wo man eh nicht ganz so produktiv arbeitet und eher so kleine Nebenaufgaben erledigen möchte. Dann statt Blogkommentare kleine nicht so hochtrabende Artikel zu schreiben und sicher zu veröffentlichen, ist dann eine willkommene Nebenbeschäftigung (jedenfalls bei mir). Und bei vielen Blogs weiß man ja gar nicht, ob der Kommentar wirklich veröffentlicht wird. Bei den kostenpflichtigen Artikelportalen kann man sich, sofern man sich an die Regeln hält, zumindest sicher sein.
Zum Linkmix bzw. Basisverlinkung, um ein Projekt überhaupt mal in den Index zu bekommen, sind diese Artikelverzeichnisse sicherlich ok. Und gerade Neulinge im Bereich Geld verdienen im Internet tun sich ja häufig sehr schwer, überhaupt Linkquellen zu finden. Ein kleines Paket für einen Monat dann mal zu buchen und zusätzlich zu den anderen eher schwachen Linkquellen einzusetzen, kann da schon weiter helfen.

Wofür ich die kostenpflichtige Artikelportale nutzen werde

Was ich jetzt nicht machen werde: 10 Projekte nehmen und zu jedem der zehn Projekte 50 Artikel in den gleichen 50 Artikelverzeichnissen innerhalb von vier Wochen veröffentlichen. Das ist kein Zaunpfahl, das wäre eine Holzhandlung. Für kleinere und neue Projekte werde ich das aber sicherlich als Anschub nehmen.
Dauerhaft behalten werde ich daher sicherlich ein kleines Paket mit 10 Artikelportalen für 19 Euro bei artikelportale.de (als Anschublösung reicht das aus) und ab und an werde ich dann bei dem einen oder anderen Anbieter ein 50er Paket dazu buchen.
Im Moment habe ich allerdings auch einen Test laufen, bei dem ich schauen möchte, ob sehr viele Artikel etwas fürs Ranking bringen. Der Testzeitraum war dafür aber wohl noch zu kurz. Dazu werde ich wohl im April mehr sagen können.

Preisvergleich

Bei 100-artikelportale erhält man Zugang zu 50 verschiedenen Artikelverzeichnissen zu 49 Euro. Das gleiche Paket würde bei artikelportale.de 79 Euro (jeweils zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer) kosten. Bei Artikelportale kann man aber auch ein kleineres Paket nehmen, was gerade für Webmaster mit schmalen Budget (und weniger Zeit) eher in Frage kommen wird.
Ein genauerer Vergleich folgt dann noch. Unterschiedliche Ips gibt es bei beiden Anbietern, bei beiden darf man natürlich nicht x-Mal den gleichen Artikel veröffentlichen (DC) und natürlich darf man auch nicht zu allem was schreiben. Beide Verzeichnisse sind auch absolut werbefrei (was ich ja eher für einen Wink mit dem Zaunpfahl halte).

2 Kommentare

  1. Laut neuesten Meldungen zb auf eisy.eu sind beide Anbieter der kostenpflichtigen Artikelportale aus dem Index von Google gefeuert worden.

    • arbeitsmaus

      20. April 2012 at 11:04

      joh, hab ich auch gerade gelesen, aber danke für den Hinweis. Jaja, so schnelllebig ist die Seo-Zeit 🙂

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