Ein Buch für Blogger und solche, die es werden wollen. Die Zielgruppe sind diejenigen unter den Blogschreibern, die ein gewisses Ziel verfolgen: Also entweder (mehr) Geld verdienen und / oder größere Reichweite.

Zielgruppe Blog Boosting

Das Buch Blog Boosting deckt zahlreiche Aspekte des Bloggens ab. Und auch Webseiten Betreiber, die eher aus dem Bereich Content Portal oder News Portal kommen, finden hier noch zahlreiche hilfreiche Tipps und Tricks, die eben nicht nur bei einem Blog funktionieren.. So machen einige vorgeschlagene Arbeitsweisen etc. eben auch für Nicht-Blogs durchaus Sinn. Ich konnte zumindest einiges an Denkanstößen für meine bisherigen Projekte, eben zum Großteil eben keine Blogs, herausziehen. Ob auch Betreiber reiner Affiliate-Seiten oder Landingpages das Buch mit Gewinn lesen werden, kann ich nicht beurteilen. Solche Webseiten gehören bislang nicht zu meinem Portofilio.

Insbesondere für Blogger Anfänger halte ich das Buch für absolut geeignet. Wer am Anfang steht oder sogar noch ein Schritt davor, also noch mit der Idee schwanger geht den Sprung in das aufregende Leben eines Nebenberufs-Bloggers oder sogar Hauptberufs-Blogger zu wagen, erhält hier ein gute Vorstellung davon, was hierbei auf einen zu kommt. Und vielleicht hilft das Buch dann auch nur dabei, eben den Schritt nicht zu wagen, denn Michael Firnkes macht ein ums andere mal klar: Das Geheimrezept für Blog Boosting lautet unter anderem eben auch Arbeit. Arbeit, die eine Zeitlang eben nicht honoriert wird, weder durch Geld noch durch viele Leser.

Was Blog Boosting bietet

Das Buch versucht sogar, ähnlich gut erklärt habe ich es bislang noch nie gelesen, die Lücke an Wissen zu schließen, wie man vom Freizeitblogger oder Anfänger zum Profiblogger wird, der eben mehr als nur die Hostingkosten mit seinem Projekt verdient. Die Antwort, die Michael Firnkes auf diese Frage aller Fragen gibt, ist eigentlich recht simpel: Arbeit, Arbeit, Arbeit, die sich vor allem in hochwertigen Blog-Content niederschlagen sollte. Dabei geht es weniger um Technik, aber Anleitungen wie man WordPress installiert oder ein FTP Programm bedient, gibt es ja wirklich schon zu hauf. Wenn auch nicht alle Geheimnisse gelüftet werden, wie aus dieser vielen Arbeit ein wirklich erfolgreicher Blog wird, der einen erlaubt irgendwann seinem Arbeitgeber die Kündigung zu überreichen, so gibt es doch sehr viele Hinweise und Tipps hierzu. Geheimrezepte sucht man allerdings vergeblich.

Wer die Tipps nicht nur liest sondern auch ernst nimmt und da wo es passt auch für sich und seinen eigenen Blog umsetzt ist seinem Wunschziel sicherlich schon einen großen Schritt weiter. Allerdings ist das Buch auch keine Speisekarte. Man kann also nicht etwas aus Kapitel x nehmen und mit y mischen und das ungeliebte Kapitel z völlig außen vor lassen. Man sollte sich zumindest mit z kritisch für sich auseinandersetzen und sich überlegen, ob man es nicht doch zumindest in Grundzügen am Ende doch umsetzt oder das nicht beachten des Tipps anders kompensieren kann. Einige Rezepte in dem Blog sind auch nicht universell einsetzbar: Wenn ich keine Persönlichkeit habe, die ich im Blog einbringen kann oder sie zwar habe, sie aber nicht im Blog preisgeben möchte, dann werden einem die eine oder andere Zutat zum erfolgreichen Bloggen eben fehlen. Und nicht jede fehlende Zutat lässt sich durch Fleiß wirklich ersetzen. Vielleicht wäre für solche Personen das Erstellen von Contentseiten zum Geld verdienen im Internet interessanter.

Sind alle Tipps umsetzbar?

Ich selbst muss zugeben, dass es mir schwerfallen wird, einige Tipps wirklich umzusetzen. Denn neben viel Arbeit propagiert Michael Firnkes eben auch viel Vernetzung. Für eine Eigenbrötlerin wie ich, die eben im Web arbeitet, um notfalls auch mal eine Zeitlang die Zugbrücke hochziehen zu können, um dann Ruhe im Elfenbeinturm zu haben, sicherlich nicht die Tipps, die ich unbedingt lesen wollte. Aber Michael Firnkes macht aus seinen Ansichten auch kein Dogma, so dass ich eigentlich recht zuversichtlich bin, auch ohne Netzwerkfreudigkeit und Hopping von Veranstaltung zu Veranstaltung meinen Blog bzw. meine neuen Blogs zum Erfolg zu führen. Ich bin mir nun aber im Klaren, dass es zum einen länger dauern kann und zum anderen eben auch kompensiert werden muss. Die großen Unterscheidungen zwischen meiner normalen Arbeit als Webmasterin, die eben vor allem Conent- oder Newsseiten ihr eigen nennt zur Bloggerin sind mir zumindest nach der Lektüre des Buchs klar.

Schade, dass es ein solches Buch nicht auch für meinen Hauptarbeitsbereich gibt. Denn sicherlich gibt es durchaus Menschen, die im Internet ihr Geld verdienen könnten, für die aber der Bereich Bloggen nicht die beste aller Möglichkeiten wäre und die mit einem Contentportal oder ähnlichem besser beraten wären. Vielleicht wäre hier ein kleiner Ausblick auch auf diesen Bereich interessant gewesen. Aber ebenso könnten sich die Landing-Seiten-Betreiber oder Affili bzw. Shopbetreiber und zahlreiche andere Menschen, die ihr Geld im Internet verdienen aber eben nicht mit Blogs, vernachlässigt fühlen. Und das Buch Blog Boosting richtet sich eben an Menschen, die mehr über das Bloggen erfahren wollen.

Bloggen für Anfänger

Am interessantesten fand ich im übrigen den letzten Teil des Buches. Im vierten Kapitel, überschrieben mit Arbeiten als Blogger, findet man eine ziemlich gute Beschreibung, wie das Berufsbild des Bloggers für einen selbst aussehen könnte. Dabei unterschlägt der Blogprofi auch nicht die rechtlichen Fallstricke, die einen so erwarten können, wenn man im Internet Geld verdienen möchte. Wer also noch überlegt, ob das mit dem Bloggen zum Geld verdienen etwas für einen sein könnte, sollte vielleicht hier anfangen. Zudem man dann auch, so zumindest meine Einschätzung, mit den gut 400 prall mit Inhalten gefüllten Seiten zuvor doch auch einiges mehr anfangen kann, da man die dort gebotenen Tipps, Erkenntnisse und Praxisbeispiele doch besser einordnen kann. Und als angehender Blogging Anfänger sollte man dann gleich mit Kapitel 17.1 weiter machen Bloggen für Anfänger. Wenn man dann eine Vorstellung davon hat, wie viel Arbeit, Zeit und Mühe es brauchen kann, bis der eigenen Blog erfolgreich ist und man immer noch mit Bloggen Geld verdienen möchte, dann weiß man zumindest wofür man die 380 Seiten zuvor aufmerksam lesen sollte.Wenn man das denn dann noch möchte.

Arbeitsbuch und Handbuch zum eigenen Blog

Um möglichst viel aus dem Buch herauszuholen und in Erfolg umzumünzen, reicht es nicht, das Buch einfach nur in einem Rutsch durchzulesen. Sicherlich hilft es, wenn man das Buch zunächst grob quer liest und immer mal wieder interessantes vertiefend liest bevor man es dann noch mal komplett durcharbeitet. Parallel sollte man sich durchaus aber auch die Beispiele aus der Blog Praxis ansehen und dann damit beginnen mit dem Handbuch zu arbeiten statt nur zu lesen. Einen Fahrplan dafür gibt es am Ende des Buchs bei Bloggen für Anfänger.

Nicht geeignet ist das Buch übrigens für diejenigen, die gehört haben, dass man mit wenig Arbeit im Internet viel Geld verdienen kann und dies nun nur noch bestätigt haben wollen. Hinweise auf Autoblog Systeme und ähnliches findet man vergeblich. Schließlich lautet das Credo des Autors auch ohne Arbeit geht es nicht. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist aber bei diesem Arbeitsbuch bestens aufgehoben und kommt hoffentlich bald so weit es als Handbuch zum Nachschlagen nutzen zu können.

Ich bin zwar alles andere als eine Anfängerin im Bereich Geld verdienen im Internet, beim Bloggen selbst stehe ich aber sicherlich noch ziemlich am Anfang. Aber auch die Hinweise für die Fortgeschrittenen und Profis lesen sich sinnvoll und hilfreich und damit dürfte dieses Buch auch für die interessant sein, die sich bereits für echte Profis beim Bloggen halten. Und sicherlich findet der eine oder andere Problogger (oder wer sich dafür hält) in den Grundlagen noch das eine oder andere Wissenswerte, was die eigene Arbeit noch erfolgreicher machen kann. Für Anfänger, die bereits mit der erschreckenden Erkenntnis konfrontiert wurden, dass Bloggen auch Arbeit ist, dürfte das Buch aber zu 100 Prozent ein Gewinn darstellen.

Da ich auch eher Blog-Anfängerin bin, habe ich das Buch aus der Sicht einer solchen Bewertet. Ich kann ja schlecht beurteilen, ob es auch für ProBlogger wertvoll ist. Allerdings macht Blog Boosting den Eindruck eines Allround Handbuchs für Alle.

Blog Boosting Marketing / Content / Design / Seo

Für alle, die neugierig geworden sind, hier noch die Metadaten zum Buch Blog Boosting:
Titel: Blog Boosting: Marketing / Content / Design / Seo
Autor: Michael Firnkes
448 Seiten, Taschenbuch, erschienen 23. November 2011
Aus dem Inhaltsverzeichnis

  • Grundlagen des Blog-Marketings inklusive Grundvoraussetzungen, Blogosphäre (was sollte man unterlassen, was ist gerne gesehen), Erfolgsmessung und Reporting
  • Die drei Säulen erfolgreicher Webblogs (Design, Content und Marketing)
  • Blog Vermarktung für Fortgeschrittene (Monetarisierung, Tipps für mehr Umsatz und Reichweite, Seo)
  • Arbeiten als Blogger inklusive eines Abschnitts über die Risiken (Onlinerecht, Abmahnungen)
  • und mein Lieblingskapitel: Hinweise zur konkreten Umsetzung mit den Abschnitten Bloggen für Anfänger, Bloggen für Fortgeschrittene, Blogprofis und Corporate-Blogger.

Der Autor weiß auch wovon er schreibt, er betreibt den Blog blogprofis.de
Eine weitere Besprechung findet sich auf der Seite Selbständig im Netz: Blog Boosting Buchreview
Und wer das Buch direkt kaufen möchte:
Blog Boosting: Marketing / Content / Design / SEO

Blog Boosting als Ebook

Kleine Anmerkung: Ich habe das Buch erst bei Amazon bestellt und dann bei Peer auf SiN erfahren, dass es das auch als Ebook gibt. Leider ist es ein PdF, dass man eben auch auf dem Ebook Reader lesen kann. Da meine Arme langsam deutlich zu kurz werden 🙂 war es eher ein durchkämpfen und ich war froh, als nach knapp zwei Wochen endlich das echte Buch hier auf Gran Canaria eintraf. Aber es soll ja noch eine Version für den Kindle geben, die werde ich dann sicherlich auch noch testen, was die Lesefreundlichkeit betrifft.
Blog Boosting als Ebook