Mein erstes Webprojekt

Meine erste Seite im Internet, mit der ich tatsächlich auch den einen oder anderen Euro verdient habe.

Eine Blogparade ist eine Blog-Veranstaltung bei der ein Betreiber eines Blogs ein bestimmtes Thema festlegt. Zu diesem Thema sollen dann andere Blogs Beiträge veröffentlichen so dass eine schöne Sammlung Artikel zu einem bestimmten Themenkomplex entsteht. Und die Blogs sollen sich untereinander verlinken.

Nun hat Seokratie zu einer Blogparade aufgerufen, die auch gleich einen ganzen Fragekomplex mit in den Raum wirft, an der man sich schön entlang hangeln kann. Es geht um das Thema Seo und was sich so geändert hat. Und da ich ja mit meiner Arbeiten von zu Hause neu durchstarten möchte, ist das eine gute Gelegenheit mal wieder was zum eigentlichen Thema meiner Seite zu schreiben (vielleicht fällt es mir dann auch wieder ein).

Wie bist Du zu Seo gekommen?

Den ersten Seo-Tipp, den ich bekommen habe, war der, möglichst viele Keywords in die Metatags zu schreiben, um bei Fireball möglichst oft ganz oben gefunden zu werden, gerne auch zu Themen, die mit dem eigentlichen Thema der eigenen Seite nichts zu tun haben. Ich fand das ziemlich unsinnig und bis der Trick bei mir gelandet war, hat er eh nicht mehr funktioniert 🙂 Dann kam das Thema Doorway-Pages und Doorway-Pages Generatoren auf, wobei mich immer mehr interessiert hat, wie man die Dinger selbst erstellen kann als selbst solche Seiten zu erstellen (wobei ich lustigerweise letztes Jahr bei einem Freespace Anbieter noch einen Packen solcher Doorway-Pages von mir gefunden habe, die Seiten existierten noch, das Projekt auf das sie linken nicht).
Etwas ernsthafter mit der Materie Seo habe ich mich dann so ab 2006/7 beschäftigt und gemerkt, dass bereits einige Onpage-Kniffe (wobei ich den Begriff damals natürlich noch nicht kannte) ausreichten, um etwas zu klettern. Wenn man etwas klettern kann, kann man auch mehr klettern (und manchmal auch abstürzen :-(). Und solche Dinge sind immer interessant.

Welches war Dein erstes Webprojekt?

Mein erstes Webprojekt war eine Seite über Frauen in der Geschichte und Hexenverfolgung. Am Anfang noch ohne eigene Domain. Teilweise existiert das Projekt auch noch, zum Beispiel auf kaiserin.de, teilweise habe ich meine uralten Texte auch irgendwann eingestampft. Aber mit der Seite habe ich auch den einen oder anderen Euro verdient und das vor Adsense 🙂

Was hat sich für Dich seit dem Beginn von SEO geändert?

Eigentlich nichts. Ich picke mir immer noch das raus, was mir gefällt und auf was ich Lust habe und ignoriere das andere. Sehr spannend finde ich zum Beispiel das Thema Linkpyramiden, erinnert ein wenig an die alten Doorway-Pages. Wobei ich das niemals in dem Stil machen würde, wie es teilweise praktiziert wird.
Geändert hat sich allerdings, dass man jetzt viel mehr Informationen im Netz findet, vor allem bei den Grundlagen wird man immer fündig. Natürlich kommt man mit den Grundlagen alleine nicht auf Platz eins bei wirklich umkämpften Begriffen, aber ohne die Grundlagen wird es eben auch recht schwierig.

Wie erklärst Du Unbeteiligten, die sich nicht im Internet auskennen, was Du genau machst?

Geht das? Bei einer meiner ersten Seiten, so vor zehn Jahren, fragte mich mal jemand, wieviel Geld ich dafür von der Telekom bekomme, wenn jemand meine Seite besucht. Und nachdem mir später ein anderer Bekannter ganz stolz erklärt hat, dass er als er im Urlaub war meine Seite über Google gesucht hat, und dann bei mir auf eine Werbung geklickt habe, (mit dem Unterton, ob ich ihn von diesem immensen Zugewinn jetzt nicht zum Getränk einlade), lasse ich es auch. Ich war froh, dass er nur eine Woche im Urlaub war. Wenn mich heute jemand fragt, bin ich Programmiererin, wenn jemand fragt, wenn ich gerade Fotos mache, dann hab ich so nen Blog im Internet. Wobei das Thema, wie man sein Geld verdient, unter Auswanderern immer ein sehr Großes ist. Und gerade wenn andere Auswanderer sehen, dass man eben ohne Sechstagewoche schön am Strand sitzt und mit dem Hund spielt, kommen Fragen auf. Aber mit der Antwort Programmiererin fahre ich immer sehr gut, falls Nachfragen kommen, was, nuschelt man was von Immobilien und gut ist.

Welche Tools nutzt du hauptsächlich?

Wenn ich was brauche, dann programmiere ich mir etwas. Eine der Gründe, warum ich nie richtig viel Geld verdienen werde. Ich halte mich zu lange mit Programmieren auf. Ich finde einige Tools sehr spannend, die es gibt, aber ich bin da etwas paranoid. Ich meine nicht, dass ein anderer Seo, und meist sind es Seos, die solche Tools programmieren, meine Projekte kennen müssen. Das ist höchst paranoid, denn das lässt sich auch auf anderen Wege fest stellen, aber ich mag das eben nicht.
Ansonsten liebe ich die Rechtschreibkontrolle von OpenOffice 🙂

Wie sieht Deine Arbeitswoche aus? Wieviel arbeitest du?

Ich stehe morgens zwischen 8 und 9 Uhr auf und da da mein Süßer meist mit unserem Hund unterwegs ist, kann ich ohne große morgendliche Kommunikation an meinen PC verschwinden und erst mal wach werden. Bis ich nach Zähne putzen, Duschen und einer eiskalten Cola richtig wach bin, mach ich Kleinkram, lese etwas, gucke Statistiken. Dann wird so von 10 bis 13 Uhr richtig gearbeitet. Dann Frühstück, Paargespräche und dann steht der Hund für die Mittagsrunde auf der Matte. Meist geht es dann bis ca. 18 bis 20 Uhr in die nächste Runde. Im Moment bis 18.30 Uhr, dann wird es hier nämlich bald dunkel und da gehe ich lieber vorher noch mit dem Hund raus. Wenn ich dann wieder da bin, so gegen 19.30 Uhr habe ich meist keine große Lust mehr auf PC. Manchmal passiert es aber auch, dass ich dann noch mal bis 22 Uhr arbeite, aber das ist eher selten, schließlich habe ich hier auch hungrige Mäuler satt zu bekommen. Am Wochenende sieht es meist genauso aus, nur ab und an gönne ich mir da auch mal zwischendurch eine Pause für ein Fußballspiel (wobei die spanische Liga ja meist am späten Nachmittag oder Abends spielt, zum Glück). Nachts, wenn ich mit dem Hund draußen war, gehe ich meist noch an meinem PC vorbei, gucke noch mal in die Statistiken, manchmal passiert es dann aber auch, dass ich eine gute Idee zum programmieren habe oder für einen Text. Das sind die Nächte, die nur drei oder vier Stunden lang sind. Den größten Luxus, den ich mir gönne, ist eigentlich meine Putzfee, die zwei Mal die Woche kommt und mich von so alltäglichen Kram wie Staubsaugen und Fenster putzen befreit.

Was gefällt Dir an SEO am meisten?

Seo ist ...

auch mal in die Luft zu gehen, um Bild zu haben, die andere Gran Canaria Seiten noch nicht haben.

Das Dinge, die ich schreibe, viele andere Leute lesen. Ernsthaft. Manchmal muss ich da an meine Mutter oder meine Deutschlehrer denken, die mir alle beschieden haben, dass ich kein Deutsch kann und ein hoffnungsloser Fall in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung sei. Und überhaupt, Kind, Du mit deinem ollen Computer … mach doch was richtiges, wo du unter Menschen kommst …
Mir gefällt es, wenn Dinge, die ich tue, Wirkung haben. Mir gefällt vor allem, dass ich es locker von zu Hause angehen lassen kann.
Das ein Rundlfug über Gran Canaria unter den Punkt fällt: Content beschaffen, den andere Gran Canaria Seitenbetreiber nicht haben. Auch eine Form von Seo, einzigartigen Content schaffen.
Das ich leben kann, wo ich lebe und wie ich lebe.

Was magst Du nicht an SEO

Die Abhängigkeit von einer großen Suchmaschine.
Das Networking … einfach nicht mein Ding.
Linkspam.

Wie sieht SEO in fünf Jahren aus?

Jetzt wird es schwarz …
Viele kleine Seiten gibt es dann sicherlich nicht mehr. Die erste Welle waren die Abmahnanwälte, die vielen kleinen Seitenbetreibern, die gerade am Anfang standen, den Mut und Willen genommen haben, sich nach oben zu kämpfen. Die nächste Welle wird vielleicht wieder ein obskures Gesetz sein, das Anfängern die Luft zum atmen nimmt. Die eine Seite ist natürlich die Gefahr die von den Suchmaschinen ausgeht, vielleicht gibt es Google dann ja nicht mehr, weil alle zu Facebook abgewandert sind? Die andere Seite ist eben Justiz und Finanzamt … Vielleicht sind in fünf Jahren meine Seiten in Deutschland nicht mehr aufrufbar, weil ich nicht in Deutschland wohne? Vielleicht muss ich dann spanisch lernen.
Bleibt alles von der juristischen und rechtspolitischen Seite so wie gehabt, dann wird es in fünf Jahren immer noch ein Katz- und Mausspiel geben zwischen Seos, die ihre Seite oben sehen wollen und einer Suchmaschine, die nicht jede Selbsteinschätzung von Seitenbetreibern über die Qualität ihrer Seiten teilt. Neueinsteiger werden auf jeden Fall einen längeren Atem benötigen.

So, dass war es von mir zum Thema.

Andere Beiträge zum Thema:
– ich werde spätestens Ende der Woche weiter verlinken, ansonsten gibt es ja noch die Trackbacks – aber verlinken kann ich dann gleich mit lesen verbinden und ich hab heute erst zwei Beiträge geschafft:
Meine Antworten zur Seo-Blogparade von Seokratie Beitrag von Martin Mißfeld, der über seine Bilder zur Suchmaschinenoptimierung gekommen ist.
Webseiten zu bauen, die keiner besucht, hat irgendwann keinen Spaß mehr gemacht Immerhin schon seit 2006 dabei.