Da ja Mitarbeiter ab und an während der Arbeitszeit nicht arbeiten sondern ihren Beziehungsstatus (oder was weiß ich) auf Facebook checken, haben wir auf den Rechnern im Büro Facebook gesperrt. Auf Windows Rechnern ist das recht einfach, hier eine Anleitung zum Aussperren von Facebook auf dem eigenem Computer.

Facebook auf dem Windows Rechner sperren

In den Windows Explorer wechseln.
Die hosts-Datei aufrufen. Bei einer normalen Windowsinstallation dürfte die hier liegen:
C:\Windows\system32\drivers\etc\hosts
Datei Hosts auf Windows lokalisieren

Rechte Maustaste, host-Datei mit Notepad öffnen (Entweder das von Windows oder eben einen anderen Texteditor):
Hosts Datei zum editieren auswählen

In der Hostdatei dürften einige mit # auskommentierte Zeilen stehen und der Eintrag 127.0.0.1 localhost. So sieht die Hosts-Datei normalerweise in etwa aus:
Windows Hosts datei Normalzustand

Dorthin gehört dann die Liste aller Facebook-Domains hier, das sollte dann ungefähr so aussehen:
Hosts Datei um Facebook Urls erweitern
Die Liste der Facebook Urls ist lang, siehe auch unten. Und Mitarbeiter sind durchaus so erfinderisch notfalls eine andere Tld bei Domains auszuprobieren, um ans Ziel zu kommen.

Facebook Domains zum sperren in der Hosts-Datei

# facebook
127.0.0.1 www.facebook.com
127.0.0.1 facebook.com
127.0.0.1 ok.facebook.com
127.0.0.1 www.ok.facebook.com
127.0.0.1 a.ok.facebook.com
127.0.0.1 www.a.ok.facebook.com
127.0.0.1 facebook.com.au
127.0.0.1 www.facebook.com.au
127.0.0.1 nl-nl.facebook.com
127.0.0.1 www.nl-nl.facebook.com
127.0.0.1 facebook.nl
127.0.0.1 www.facebook.nl
127.0.0.1 facebook.com.au
127.0.0.1 www.facebook.com.au
127.0.0.1 login.facebook.com.au
127.0.0.1 www.login.facebook.com.au
127.0.0.1 www-10-01-snc2.facebook.com
127.0.0.1 www-11-01-snc2.facebook.com
127.0.0.1 www-10-03-ash1.facebook.com
127.0.0.1 www-12-08-ash1.facebook.com
127.0.0.1 www-13-08-ash1.facebook.com
127.0.0.1 static.ak.fbcdn.net
127.0.0.1 www.static.ak.fbcdn.net
127.0.0.1 login.facebook.com
127.0.0.1 www.login.facebook.com
127.0.0.1 login.facebook.com.nl
127.0.0.1 www.login.facebook.com.nl
127.0.0.1 fbcdn.net
127.0.0.1 www.fbcdn.net
127.0.0.1 fbcdn.com
127.0.0.1 www.fbcdn.com
127.0.0.1 ads.ak.facebook.com
127.0.0.1 www.ads.ak.facebook.com
127.0.0.1 static.ak.connect.facebook.co m
127.0.0.1 www.static.ak.connect.facebook.com
127.0.0.1 login.facebook.com
127.0.0.1 www.login.facebook.com

127.0.0.1 ist der eigenen Rechner, der sog. localhost. Hier kann man natürlich auch etwas anderes eingeben. So Bild vom Chef, böse guckend mit erhobenem Zeigefinger ist z.B. auch ganz lustig. Wenn bei den Mitarbeitern im Normalfall der Lautsprecher an ist, kann man das durchaus auch mit einem Signalton verbinden. Oder auf der Seite dann einen Zähler einbauen, um zu gucken, wie oft die Seite aufgerufen wurde etc.

Auch Lustig ist, notorische Leser einer Zeitung mit vier großen Buchstaben konsequent auf die Faz umzuleiten 🙂 Aber das hat fast schon was von Meinungsvorschreiben, aber das Gesicht beim Mitarbeiter ist erst Mal sehenswert 🙂

Hosts Datei lässt sich nicht speichern?

Zum einen darf an der Hosts Datei natürlich nur der Admin rumeditieren. Zum anderen gibt es auch Windows Rechner, auf denen kann die Hosts Datei auf dem Rechner selbst gar nicht editiert werden. Da am besten eine entsprechende Datei vorbereiten, auf einen USB-Stick packen und dann die Originaldatei erst löschen und dann die Hosts-Datei vom Stick aufspielen.

Hosts Datei zum sperren erweitern

Die Hosts Datei lässt sich natürlich auch um andere Urls bzw. Domains statt Facebook erweitern. Ob das natürlich Sinn macht, da alles rein zuschreiben oder es nicht vielleicht besser ist, mal ein ernstes Wort mit den Angstellten zu reden, sollte jeder selbst entscheiden. Verlassen sollte man sich auf diese Datei nicht, zum einen gibt es viele interessante Seiten im Internet (meist zumindest interessanter als Arbeiten für Chef) und zum anderen sind die Mitarbeiter durchaus sehr erfinderisch an diesem Punkt.

Die Anleitung zum Sperren von Facebook wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt (für Windows 7, bei Windows XP dürfte es aber ähnlich funktionieren). Nutzung auf eigene Gefahr.