Kommerzielle Artikelverzeichnisse von Google abgestraft

Neulich habe ich hier ja im Blog über meinen Versuchsballon bei zwei kommerziellen Artikelverzeichnissen berichtet. Für 70 Euro hatte ich Zugang zu 50+10 verschiedenen Avs und konnte da Artikel reinstellen ohne Überprüfung und sofort (oder zeitverzögert, je nach eigenen Wunsch) wurden die freigestellt. Großartige Rankingveränderungen habe ich bei meinen Keywords zwar nicht festgestellt, aber an einen richtigen Schaden, den ich mit dieser reinen Fleißarbeit auslösen könnte, habe ich nicht gerechnet.

Heute gucke ich so meine Stammblogs durch und bei Eisy, der im März diese kommerziellen Artikelverzeichnisse noch vorgestellt hat aber auch die Teilnahme dort mit einer deutlichen Warnung belegte (aber nicht völlig verdammte), berichtete nun gestern über eine Deindexierung des ersten Portals. Kommerzielle Verzeichnisse dieser Art sind also auch keine halbwegs günstige Quelle für Backlinks mehr. Artikel bei Eisy: Google verabschiedet kommerzielle Artikelverzeichnisse und der Artikel von Anfang März: Blog- und Artikelportale – was nutzt es mir?

Auch wenn ich die für einen Versuchsballon genutzt habe, die Reaktion von Google ist auch nicht ganz unverständlich. Vor allem, wenn man so die Artikel, die dort veröffentlicht wurden, mal durchgesehen hat. Wobei ich jetzt nicht behaupten wollte, das meine Artikel jetzt nun den höchsten Ansprüchen genügt hätten.

Was heißt das nun? Ich sollte mich mal langsam von (Offpage) Seo verabschieden 🙂 und einfach das machen, was ich früher immer getan habe: Content schreiben, Content veröffentlichen und auf freiwillige Links hoffen und ab und an mal nach Lust und Laune eine Kooperation eingehen oder einen kleinen Tausch organisieren. Da ich ja jetzt keine Artikel mehr für andere Seiten schreiben muss im Akkord, hab ich dafür ja wieder viel Zeit 🙂 Und eigentlich bin ich damit immer ganz gut gefahren. Vielleicht noch den einen oder anderen vernünftigen Blog bei einem Free-Anbieter hochziehen und den dafür nutzen, ab und an mal die eine Seite ein wenig zu stärken. Aber mit vernünftigen Inhalten. Und lieber nur vier, fünf solche Blogs als zigfach Schrott.

Vielleicht kommt dieser Schuss von Google für mich genau zur richtigen Zeit. In den letzten Monaten habe ich selbst wohl auch zu sehr dem schnellen Link hinterhergehechelt. Das betrifft nicht nur Artikelverzeichnisse sondern auch Social Bookmarks. Ich werde das ganze wohl wieder auf die alte Schiene zurückfahren. Damit lief es auch ganz gut und wenn ich im großen und ganzen auch nicht die Toprankings hatte (die ich, meiner Meinung nach natürlich dicke verdient hätte, hust), genug Besucher waren es dennoch und gut schlafen konnte ich immer.

Fazit aus der Abstrafung

Also: Vernünftiger Content, ab und an mal ein Kommentar hinterlassen, die Augen auf halten nach möglichen Partnern für einen sinnvollen Linktausch und ansonsten wieder Content. Und um das eine oder andere Projekt mal in den Index zu befördern, eine handvoll halbwegs vernünftige SB-Dienste rausklauben und vielleicht eine handvoll vernünftige Blogs außerhalb meiner Hemisphäre aufbauen. Die dienen dann aber mehr dazu, eine neue Seite überhaupt in den Index zu bekommen und nicht dafür, jetzt Traumrankings zu erzielen.

Achso, es soll noch das eine oder andere Artikelverzeichnis geben, das wirklich gut funktioniert. Aber ehrlich gesagt, ich werde meine Inhalte zukünftig lieber auf meinen Seiten bzw. Seiten veröffentlichen, bei denen ich es selbst in der Hand habe.

Der Artikel von mir: Artikelportale Linkaufbau mit kostenpflichtigen Diensten

3 Kommentare

  1. Gute Tipps. Ich hatte mich bei diesen Seiten immer zurückgehalten.

    Linkaufbau sollte mit Bedacht erfolgen, natürlich und immer in eigener Hand liegen.

    Lars

  2. Hallo,

    guter Content wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Man könnte Geld, welches früher für Artikelverzeichnisse und Co. investiert wurde in den eigenen Content anlegen.

    freundliche Grüße
    Josef

    • arbeitsmaus

      27. Mai 2012 at 16:16

      es war nur ein Test 🙂 Für das Budget hätte ich entweder Low-Budget-Texte oder einen gescheiten bekommen, da schreib ich doch lieber selbst.
      Aber danke für Deinen Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*