Was sind die drei bewegendsten Bücher in Deinem Leben …

Beim Webmasterfriday geht es diese Woche um Bücher. Und zwar nicht irgendwelche, sondern solche, die uns bewegt haben. Und das noch reduziert auf drei.

Puuuuuh …

Die Frage nach Lieblingsbücher wäre einfacher zu beantworten, ganz oben da bei mir Die Nebel von Avaolon, erst etwa 100 Mal gelesen, ich hab das Buch zwischen durch sogar neu kaufen müssen, weil es total zerfleddert war …

Aber es geht ja nicht um Lieblingsbücher, sondern um Bücher, die bewegt haben.

Und ich bin nach langem Nachdenken auf folgende Bücher gekommen:

Kleiner Mann was nun?
Zugegeben, an das Buch hätte ich nicht sofort gedacht, wenn ich nicht zuvor den Beitrag auf menzin.de zu diesem Webmasterfriday gelesen hätte, er führt, ein wirklich tolles Buch, Im Westen nichts Neues auf. Da kam mir gleich in den Sinn.

Kleiner Mann was nun? Von Hans Fallada, erschienen 1932. Die Handlung spielt in der Zeit der Wirtschaftskrise nach 1929 in Deutschland. Hans heiratet sein Lämmchen, da diese Schwanger ist. Und verliert kurz darauf seinen Job, da er nichts mit der Tochter seines Chefs anfangen möchte. Interessant ist das Buch auch, da es recht genau einige Sachen schildert. Lämmchen kommt aus einer Arbeiterfamilie und Arbeiter halten sich in der Zeit Angestellten für überlegen, unter anderem, da sie ja eine richtige Gewerkschaft haben und eben auch besseren Kündigungsschutz etc. Gut beschrieben ist auch, wie Johannes, so heißt der kleine Mann, und sein seine Emma bei seiner Mutter unterkommen müssen. Und diese lebt von den Männern, was Johannes natürlich gar nicht passt.
Warum mich dieses Buch so sehr bewegt? Ich weiß es nicht, ich lese es regelmäßig alle vier, fünf Jahre wieder.

Das zweite Buch ist eher harte Kost.
Das erste mal gelesen habe ich es mit 13 oder 14 Jahren, wobei ich da nicht wirklich alles verstanden habe (wahrscheinlich zum Glück). Mit 18 Jahren habe ich es dann richtig gelesen, also nicht heimlich, während die Bücherei offen hatte immer mal wieder zehn Seiten wie beim ersten Versuch.
Der SS-Staat von Eugen Kogon
Zum Inhalt möchte ich nicht so viel sagen, den ein kurzer Abschnitt wie oben beim kleinen Mann wäre einfach zu wenig. Das Buch hat mich auf jeden Fall stark geprägt, mich kann bis heute nichts so sehr auf die Palme bringen, wie andere Menschen, die versuchen diese Zeit zwischen 33 und 45 zu relativieren. Allein die Erwähnung der Autobahnen führt dazu, dass ich kurz vor einer Explosion stehe. Das Buch hat mich nicht nur geprägt, sondern führt regelmäßig zum Aussortieren von Bekannten in die Stufe, kann man grüßen, kenne ich leider, aber wo ist der Notausgang? Bevor jemand anmerkt, man könnte mit denen ja auch diskutieren, vergesst es, das habe ich in den letzten Jahren gelernt, Diskussionen sind mit diesen Menschen nicht möglich. Aber jetzt stoppe ich mich besser.

Tsja, und dann habe ich lange überlegt, was wäre denn das dritte Buch? Während eins und zwei leicht waren, komme ich bei dem nicht weiter. Da stehen zu viele auf der Liste, die den dritten Platz verdient hätten. Angefangen von Als Hitler das rosa Kaninchen stahl über Die Nacht von Lissabon, Wem die Stunde schlägt oder Der alte Mann und das Meer.

Ich lasse den dritten Platz daher mal frei.

So, geschrieben habe ich dies im Rahmen des Webmasterfriday. Wieder ein sehr schönes Thema dort, es gibt auch einige sehr interessante Beiträge anderer Teilnehmer. Besonders gefallen haben mir:

Die drei wichtigsten Bücher in meinem Leben auf menzin.de – schon weil Im Westen nichts Neues auch eins meiner Lieblingsbücher ist.

Bücher die mich prägten Hier hat der Autor immerhin alle Kinderbücher gelesen, die ich auch gelesen habe. Gut, Das Kapital, das habe ich nicht gelesen. Ich hab mal reingeguckt und bin in dem Abschnitt über Mehrwert, was ist Mehrwert etc. gelandet. Das fand ich dann doch zu staubtrocken, das ich es gelassen habe.

Erwähnen muss ich auch
Bewegende Bücher von Sabienes. Wobei ich sagen muss, alle drei ihrer Auswahl habe ich auch gelesen, mehrfach sogar (ok, der Name der Rose höchstens drei mal), aber Platz drei würde ich als super Buch einordnen (klar, mein Lieblingsbuch), aber wirklich bewegend fand ich es nicht … Aber jeder liest in einem Buch etwas anderes …

So, wenn ich dran denke, werde ich im Laufe der Woche noch gucken, welche neuen Beiträge es dann beim Webmasterfriday zu dem Thema noch gibt und ob noch was dabei ist, was mir gut gefällt. Ich freue mich aber auch über Literaturtipps in den Kommentaren 🙂

1 Kommentar

  1. Ich habe immer mal den Eindruck, dass Hans Fallada nie richtig gewürdigt wurde.
    Aber ‚Kleiner Mann was nun?‘ ist in der Tat ein sehr gutes Buch!
    Sabienes

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