Ab und an gibt es ja ganz interessante, vor allem zu meinem Thema passende Themen, beim Webmasterfriday. So auch diese Woche: Wie regelt ihr Euer Zeitmanagement?

Systeme gibt es ja bekanntlich viele und meist kaufe ich mir im November ja auch immer einen dicken Kalender, in der Hoffnung dann im nächsten Jahr nicht all zu viel zu vergessen 🙂 Geht aber meistens eh schief. Denn wenn ich was in den Kalender eintragen würde, finde ich ihn eh gerade nicht. Und wenn ich wissen will, ob was drin steht, weiß ich meist auch nicht wo er ist.

Allerdings habe ich auch nicht so viele Termine. Ab und an verschwitze ich dann im Bereich Fußball die eine oder andere wichtige Auslosung oder ein vielleicht nicht ganz so interessantes Spiel, aber damit lässt sich auch leben. Klar ärgert es mich dann ein wenig, dass mir die Möglichkeit für einen netten Artikel oder eine News durch die Lappen gegangen ist und ich fange wieder an zu grübeln, ob ich das nicht besser lösen könnte mit einer Erinnerungsfunktion. Irgendwann, wenn ich mein Superadmin fertig gestellt haben sollte, dann baue ich da auch etwas ein. Nur wird das lustig – wo schicke ich die Erinnerung hin? Handy hab ich keins, mein Freund wird sich schön bedanken, wenn ich ihm Erinnerungen für mich schicke und meist vergesse ich so Termine ja, weil ich an dem Tag gar nicht oder spät an den Computer gegangen bin 🙂

Grober Überblick reicht bei meinem Zeitmanagement

Mein Zeitmanagement besteht also eher da drin, grob den Überblick zu behalten und Aufgaben mit Endtermin halbwegs rechtzeitig fertig zustellen. Wobei ich (fast) eine Meisterin darin bin, es auf den letzten Drücker zu machen.

Ein Notizbuch für alles reicht

Da ich aber auch nicht alles im Kopf haben kann, zumal nicht alle Einzelheiten für Projekte, nutze ich inzwischen eigentlich nur ein gutes Notizbuch. Da schreibe ich eigentlich immer den ganzen Tag alles rein. Der Tag beginnt meist mit Notizen bzw. einer Aufstellung über die wichtigsten Punkte, die gemacht werden sollten unterteilt in: Muss sein und Kann sein. Und natürlich gucke ich dann die letzten zwei, drei Tage nach, ob da bei Muss oder Kann sein was übrig geblieben ist, was vielleicht heute seiner Erledigung bedarf. Ganz wichtige Sachen, die ich auf gar keinen Fall vergessen darf, die aber eigentlich nicht aktuell anstehen, bekommen einen Notizzettel mit Terminerinnerung, den ich mir etwas später einklebe. Inzwischen weiß ich ja, wie viele Seiten pro Tag ich etwa verschreibe und wo der Zettel hin soll. Regelmäßige Sachen brauchen keine Erinnerung, die sind im Arbeitsablauf eh schon drin (ein Mal pro Monat Buchhaltung und so ein Zeug).

Der Vorteil bei dem Notizbuch ist natürlich auch, dass da auch sehr viel anderes nieder geschrieben wird. Zum Beispiel Aktennotizen oder Passwörter. Die sollten zwar eigentlich im Passwortbuch stehen, aber manchmal ist das Notizbuch halt näher dran und übertragen geht ja auch noch. Oder zu einem Termin oder ein Projekt kann man da gleich alles dazu notieren, was man bei der Erledigung eh wissen muss oder braucht. Also eigentlich eine perfekte Lösung.

Den täglichen Kampf mit dem Arbeitsberg gehe ich durch das Notizbuch inzwischen gelassener an.

Hunde bestimmen Zeitmanagement mit

oder völlig? 🙂
Und den Tagesablauf bestimmen bei mir eh die Hunde 🙂 Aufstehen, wach werden, erster Streifzug durchs Web: steht noch alles etc., große Gassi-geh-Spielrunde. Nach Hause kommen, ein wenig wurschteln, Hunde füttern, einen Hund lüften gehen, biskin putzen. Wieder zwei, drei Stunden arbeiten, dann einen Hund lüften, eine mittlere Runde mit dem jungen Hund, dann wieder zwei, drei Stunden arbeiten und auf zur nächsten großen Spielrunde etc. etc. Dazwischen wird gearbeitet und ab und an im Haushalt ein wenig gewirbelt.

Als Hundebesitzer ist man eben nicht ganz so frei in der täglichen Einteilung des Tages. Aber das ist ok so, dass weiß man ja vorher. Und immerhin sorgen die beiden Vierbeiner dafür, dass man regelmäßig auch mal an den Strand kommt.

Zeitfresser mit festen Plätzen

Ok, manchmal früher hab ich ich mich auch mal völlig verdaddelt und statt was richtiges zu arbeiten lese ich zu lange in irgendwelchen Blogs oder Foren rum (Facebook hab ich nicht, fällt ein Zeitfresser ja komplett raus). Inzwischen habe ich für so was aber zwei feste Uhrzeiten: Morgens nach dem Aufstehen (außer es steht was ganz wichtiges an, was wirklich sofort erledigt werden muss, was aber nur ein, zwei Mal die Woche und auch nicht unbedingt jede Woche vorkommt) und dann noch mal Nachts zwischen der letzten Gassi-geh-Runde und dem Sprung ins Bett. Seit dem diese Zeitfresser feste Plätze haben, bin ich tagsüber auch deutlich effektiver geworden.

Also eigentlich ist mein Leben auch ohne großes Zeitmanagement ganz relaxt und übersichtlich.

Zeitmanagement ja – aber

Natürlich betreibe ich aber dennoch auch Zeitmanagement. Allerdings an ganz anderen Punkten. Ob ich jetzt wirklich mal bei der Arbeit etwas vergesse zu machen, oder mal eine Stunde irgendwo etwas mache, was mich (auf den ersten Blick) nicht in den obersten Olymp hebt – was soll`s.

Bei anderen Punkten werde ich aber dann wieder zur Minutenkrämerin 🙂

Das betrifft aber eher so nervige Dinge wie Einkaufen oder das ab und an sehr nervige tägliche Kochen. Während bei fast allem, was ich am Computer mache, mir immer einreden kann, dass das nützlich ist und mir irgendwann etwas bringen wird, fällt mir das eben bei Dingen wie täglich einkaufen schwer. Also wird das ganze so organisiert, dass es eben nicht täglich anfällt. Und wenn ich wenig Zeit habe, dann wird eben so gekocht, dass am nächsten Tag auch noch etwas da ist. Und wenn ich in die Apotheke gehe, dann überlege ich mir eben vorher, was und wieviel ich brauche, damit ich nicht drei Tage wieder da hin muss um Zeit zu sparen.

Zeit, die ich viel sinnvoller einsetzen kann, um zum Beispiel etwas länger mit den Hunden rauszugehen, mit ihm am Strand zu sitzen etc. – oder sie sinnlos zusätzlich beim Arbeiten zu verdaddeln 🙂
so, das war es für heute zum Wie regelt ihr euer Zeitmanagement bei Webmasterfriday